Kurtaxe bei Airbnb einstellen
Airbnb zieht Kurtaxe und Übernachtungssteuer nur in 4 von 725 erfassten Orten selbst ein. Für die übrigen bietet Airbnb ein Werkzeug, mit dem Sie die Abgabe im Inserat als Steuer hinterlegen. Der Gast zahlt sie dann mit der Buchung, und Sie führen sie an die Gemeinde ab. Stand 11. Oktober 2026, nach dem Hilfe-Center von Airbnb.
Das Wichtigste in Kürze
- Erst prüfen, ob Airbnb schon einzieht. In Dortmund, Dresden, Frankfurt am Main, Wiesbaden zieht Airbnb die Abgabe selbst ein. Dort fügen Sie keine eigene Steuer hinzu, sonst zahlt der Gast sie doppelt.
- In 716 Orten ziehen Sie selbst ein. Airbnb führt dort nichts ab. Mit einer Steuer im Inserat zahlt der Gast die Abgabe gleich bei der Buchung, statt dass Sie sie vor Ort kassieren.
- In 5 Orten zahlt der Gast selbst, zum Beispiel über eine Gästekarte: Altwarp, Juist, Norderney, Spiekeroog, Worpswede. Dort hinterlegen Sie nichts bei Airbnb.
- Abführen bleibt Ihre Aufgabe. Airbnb stellt die Steuer, die Sie im Inserat hinterlegt haben, dem Gast in Rechnung und zahlt sie Ihnen getrennt von der Auszahlung für die Buchung aus. Anmelden und an die Gemeinde zahlen müssen Sie sie selbst, mit der Frist Ihres Orts.
Schritt für Schritt am Computer
- Unter „Inserate“ das Inserat auswählen.
- Im Inserate-Editor auf „Einstellungen“ klicken (Zahnrad).
- Unter „Einstellungen bearbeiten“ auf „Steuern“ klicken.
- „Eine Steuer hinzufügen“ wählen.
- Steuerart und Abrechnungsart auswählen (siehe unten).
- Den Betrag eingeben, also den Satz aus der Satzung Ihres Orts.
- Die Steuernummer angeben. Je nach Ort ist das eine eigene Nummer für die Übernachtungsabgabe oder eine Gewerbe- bzw. Geschäftskontonummer.
- Angeben, ob für Langzeitbuchungen eine Befreiung gilt. Ob Ihr Ort lange Aufenthalte begrenzt, steht auf seiner Seite unter „Höchstdauer“.
- Den Bedingungen zustimmen und „Speichern“ klicken.
Die Bezeichnungen stammen aus dem Airbnb-Artikel „So fügst du einem Inserat für eine Unterkunft Steuern hinzu“. Laut Airbnb steht das Werkzeug den meisten Gastgebern zur Verfügung, nicht nur mit den Tools für professionelles Gastgeben.
Welche Abrechnungsart passt?
Airbnb bietet vier Abrechnungsarten: Prozentsatz pro Buchung, Gebühr pro Gast, Gebühr pro Nacht und Gebühr pro Gast und Nacht. Welche passt, hängt davon ab, wie Ihr Ort die Abgabe berechnet.
- Fester Betrag pro Person und Nacht, so berechnen 626 der 725 erfassten Orte, darunter fast alle mit Kurtaxe: „Gebühr pro Gast und Nacht“.
- Prozent vom Übernachtungspreis, so berechnen 85 Städte ihre Übernachtungssteuer: „Prozentsatz pro Buchung“. Dabei wählen Sie, worauf sich der Satz bezieht, etwa Grundpreis oder Reinigungsgebühr. Ob die Endreinigung dazugehört, steht auf der Seite Ihres Orts, wenn die Satzung es regelt.
- Saisonpreise lassen sich hinterlegen. Airbnb rechnet dann nach dem Datum des Aufenthalts.
- Nicht besteuern lassen sich laut Airbnb die Servicegebühren von Airbnb und Kautionen.
Altersgrenzen und Befreiungen, etwa für Kinder oder beruflich Reisende, nennt der Airbnb-Artikel nicht. Den genauen Betrag einer Buchung mit allen Regeln Ihres Orts rechnet der Rechner auf der Seite Ihres Orts.
Was der Gast sieht
Gäste sehen die Abgabe in der Preisaufschlüsselung unter „Steuern“. Sie kommt zum Gesamtpreis hinzu. War sie bisher in Ihrem Preis pro Nacht enthalten, passen Sie den Preis an, sobald Sie die Steuer hinzugefügt haben.
Wenn „Steuern“ bei Ihnen fehlt
Als Gründe nennt Airbnb: Sie verwalten das Inserat über eine verknüpfte Software, das Werkzeug ist in Ihrer Region oder Stadt nicht verfügbar, oder die Steuerart bzw. die Art der Erhebung wird nicht unterstützt.
Dann bleiben laut Airbnb drei Wege: die Abgabe in ein Gastgeber-Angebot aufnehmen, sie nach dem Check-in über das Mediations-Center anfordern oder sie bei der Ankunft persönlich kassieren. In jedem Fall sollen Gäste den genauen Betrag vor der Buchung kennen. Schreiben Sie ihn deshalb ins Inserat.
Danach: anmelden und abführen
Wann und wie Sie die eingenommene Abgabe melden, regelt Ihr Ort: monatlich, vierteljährlich oder je Aufenthalt. Den Überblick gibt Kurtaxe und Übernachtungssteuer anmelden, die Frist Ihres Orts steht auf seiner Seite. Was Ihre Airbnb-Buchungen eines Zeitraums ergeben, zeigt die Auswertung Ihres Airbnb-Exports.
Quellen, abgerufen am 11. Oktober 2026: Airbnb-Hilfe „So fügst du einem Inserat für eine Unterkunft Steuern hinzu“, „Wie du Steuern für Buchungen erhebst“, „Manueller Einzug der Steuer“ und für die Orte, in denen Airbnb selbst einzieht, Artikel 2285. Airbnb ändert Menüs und Bedingungen gelegentlich; maßgeblich ist, was Ihnen Airbnb im Inserat anzeigt. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Fristen nie wieder selbst ausrechnen.
Der Autopilot erinnert Sie an jede Anmeldung und füllt die Werte für Ihr Formular vor. Wir sagen Ihnen Bescheid, sobald er startet. Eine E-Mail, keine Werbung.